Vom Anfänger zum Läufer

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Irgendwann Ende November 2004 teilte mir mein Nachbar mit, dass er Anfang Dezember an einem Lauftreff in Kaster teilnehmen wird.
Sofort schoss mir der Gedanke in den Kopf, an dieser sportlichen Aktivität auch teilzunehmen, oder sollte es wieder einer der unzähligen Versuche sein, das Laufen zu beginnen und nach einigen Versuchen wieder einzustellen.

Anfang Dezember rief ich Werner Peters an und meldete mich telefonisch zum Lauftreff an. Werner duzte mich von Anfang an und teilte mir mit, dass der Lauftreff am 07.12.2004 in Kaster beginnt.

So fuhr ich mit meinem Nachbarn, dem ich diese Aktivität verdanke, zum vereinbarten Treffpunkt zur Tennishalle nach Kaster. Wir waren von Anfang an eine große Gruppe, in der nur drei männliche Anfänger teilnahmen.

Von diesem Zeitpunkt an entstand meine neue Leidenschaft, „das Laufen“. Wir fingen mit ganz kleinen Laufeinheiten an und steigerten diese permanent unter der Anleitung von Resi und Werner, unseren Laufbetreuern. Bei jedem Lauf gehört das Stretchen am Anfang und am Ende des Laufes dazu.

So vergingen die Wochen, wir steigerten immer weiter das Laufpensum, erhöhten die Laufzeiten und verringerten die eingebauten Gehzeiten. Es entstand eine Gruppendynamik, die die Läufer als Team zusammenbrachte. Die Anzahl der Teilnehmer wurde immer größer, und kein Teilnehmer ließ, wenn möglich, einen Lauf aus.

Ein Teil der Gruppe trifft sich sogar am Donnerstag und am Sonntag, da die Laufeinheiten dreimal die Woche trainiert werden sollen. Die Stimmung in der Gruppe wurde von Woche zu Woche besser, wir lachen, bauen uns gegenseitig auf und genießen die steigende Fitness.

Langsam näherten wir uns der zehnten Woche, und unser großer Abschlusslauf stand auf dem Programm. Eine Laufeinheit von mehr als 45 Minuten ohne Gehpause.
Es kam der 12. Februar 2005, der Tag an dem dieser Event durchgeführt werden sollte. Die Gruppe traf sich bei widrigen Wetterverhältnissen, es regnete und stürmte sehr stark, und die Wege waren durch den Regen aufgeweicht und matschig. Alles egal, mit Bravur meisterte die Gruppe den Lauf. Nach den 45 Minuten „Laufen ohne zu schnaufen“ waren alle Teilnehmer glücklich, das Ziel erreicht zu haben.
Wir bekamen von unseren Betreuern Resi und Werner bei einem Glas Sekt eine Urkunde und wurden zu richtigen Läufern ernannt. Unser Training geht natürlich mit der gleichen Intensivität weiter, denn die nächsten Ziele sind klar definiert.

Einige in der Gruppe haben ein Ziel, sie möchten einmal im Leben einen „Marathon“ laufen. Dieses Ziel habe ich mir auch gesteckt, irgendwann werde ich mit einigen Läufern aus unserer Gruppe unter Anleitung dieses Ziel erreichen. Wir werden in aller Ruhe mit unseren Betreuern dieses Ziel ansteuern, und wenn wir den Marathonlauf auch erst in einigen Jahren realisieren werden.

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