Mit einem Lächeln im Gesicht

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Liebe Lauffreunde,
es ist Sonntag Morgen und ich habe den 30km-Lauf hinter mich gebracht. Ja ich bin mit einem Lächeln ins Ziel gelaufen, aber es gab doch ein par Handicaps zu überwinden.
Freitag Abend habe ich zusammen mit der Nachbarschaft meinen neuen Job gefeiert und bin deshalb erst morgens früh um 5 Uhr ins Bett gekommen. Eigentlich wollte ich ja gar nicht laufen wegen meiner Muskelzerrung im rechten Oberschenkel, aber Samstag Mittag wurde ich dann doch unruhig und ich habe mich verkatert und mit 4 Stunden Schlaf in einem suboptimalem Zustand auf den Weg gemacht. Mein Ziel war klar, 6er Schnitt, also ca. 3 Std. Laufzeit. Durchhalten war die Devise.
16:30 Uhr ging es dann los mit subtropischem Klima, warm und sehr feucht. Die ersten 10km sind mir ungewöhnlich schwer gefallen, na ja demnächst vielleicht doch weniger Alkohol, aber den 6er Schnitt habe ich gehalten.
Die nächsten 5km bis zum Wendepunkt in Bonn waren auch noch o.k., meine Muskelzerrung war fast nicht mehr spürbar, dafür schwächelten aber meine Wadenmuskeln.
Nach einer Pause in Bonn mit Cola, Schokolade, Bananen und allem was der Laden so zu bieten hatte, ging es dann sichtlich gestärkt auf den Rückweg. Meine Taktik war nun nicht mehr das Fernziel von 30km, sondern der nächste Verpflegungsstand mit “Schokolade”, so wurde die Strecke schon merklich kürzer. (naja ein Bier hätte ich auch getrunken, gab es aber leider nicht )
Ab Kilometer 17 fing es dann an wie aus Eimern zu schütten und die Temperatur sank drastisch. Das hat meinen Wadenmuskeln nicht so gut gefallen. Nach dem Verpflegungsstand 20km kündigte sich so etwas wie ein Krampf in der linken Wade an, den ich durch langsamer Laufen erfolgreich bekämpfte. Nach Verpflegungsstand 25m dann das gleiche auch mit der rechten Wade. Durch lockeres Weiterlaufen habe ich jedoch den Wadenkrampf vermieden und bin so locker aber erschöpft ins Ziel gelaufen.
Leider hat es den ganzen Rückweg über wie aus Eimern geschüttet und ich kam mir vor wie beim Triathlon. Meine 3 Std.-Zeit habe ich leider nicht geschafft, aber unter diesen Voraussetzungen bin ich mit der Zeit von ca. 3:15 Std. mehr als zufrieden, zumal auf der Strecke andere Läufer wegen Wadenkrämpfen und Erschöpfung zurückgeblieben sind.
Ihr seht also, insgesamt ein sehr “entspannender Samstagnachmittag”. Heute am Sonntag erinnert mich nur noch der Muskelkater an diesen ersten Streckenlauf von 30km, immer am Rhein entlang. Das Ziel für 2014 ist schon klar, Laufzeit unter 3 Std. Jetzt freue mich schon auf die nächste Herausforderung, der Ablegung des deutschen Sportabzeichens am Donnerstag. Mal schauen wie das klappen wird.

Euer Siggi

2 Gedanken zu „Mit einem Lächeln im Gesicht

  1. Resi + Werner

    Lieber Siggi,
    ganz herzliche Glückwünsche zum ersten dreißiger. Beim Lesen Deines Berichtes haben wir richtig mitgezittert und freuen uns, dass Du Deinen Lauf mit Handicap aber mit einem Lächeln im Gesicht beenden konntest.
    😀
    Resi + Werner

  2. Dietmar

    Hallo Siggi,
    Der Schmerz vergeht, der Stolz bleibt.
    3:15 Stunden ist doch eine gute Zeit für diese lange Distanz.
    Meinen Glückwunsch zu dieser Leistung im ersten Versuch,
    ich bin mir sicher nächstes Jahr schaffst Du es auch unter 3 Stunden.
    Bis Dienstag beim Training
    Dietmar

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